ECE R23 erklärt
Definition
ECE R23 ist die Norm, die die Zulassung von Rückfahrleuchten und Manövrierleuchten an Lkw, Aufliegern und Sattelaufliegern regelt. In diesem Video erläutert TRALERT®, worin der Unterschied zwischen diesen beiden Lichtfunktionen besteht und warum die ECE R23 sowohl für das Zugfahrzeug als auch für den Anhänger gilt.
ECE R23 ist die internationale UNECE-Regelung für Rückfahrscheinwerfer und Manövrierscheinwerfer an Fahrzeugen und Aufliegern. Diese Norm definiert die technischen Anforderungen unter anderem für Lichtleistung, Lichtverteilung, Sichtbarkeit und Zulassungskennzeichnung. In diesem Artikel erklären wir Ihnen genau, was ECE R23 bedeutet, wie der aktuelle Stand dieser Regelung ist und worauf Sie in der Praxis bei der Auswahl von Rückfahrlichtern achten sollten.
Was ist ECE-R23?
ECE-R23 ist die UNECE-Vorschrift für die Typenzulassung von Rückfahrscheinwerfern und Manövrierleuchten an Fahrzeugen und Anhängern. Diese Vorschrift legt die technischen Anforderungen unter anderem hinsichtlich Lichtleistung, Lichtverteilung, Sichtbarkeit, Kennzeichnung und Zulassung dieser Leuchten fest. Ziel ist es, das sichere Rückwärtsfahren und Manövrieren zu unterstützen, ohne andere Verkehrsteilnehmer unnötig zu blenden.

Das Ziel der ECE-R23 Regelung
- Sichere Sicht nach hinten: Die ECE-R23 legt die Anforderungen an die photometrische Leistung von Rückfahrscheinwerfern und Manövrierscheinwerfern fest. Damit wird sichergestellt, dass der Fahrer beim Rückwärtsfahren oder langsamen Manövrieren eine ausreichende Sicht auf den Bereich hinter oder seitlich des Fahrzeugs hat.
- Eindeutiges Kennleuchten: Ein Rückfahrscheinwerfer macht für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar, dass ein Fahrzeug rückwärts fährt oder sich auf das Rückwärtsfahren vorbereitet. Dies trägt zur Sicherheit im Straßenverkehr bei, insbesondere an Laderampen, auf Baustellen und in Situationen mit eingeschränkter Sicht.
- Steuerung des Lichtbildes und der Blendung: Die Regelung begrenzt nicht nur die Mindestleistung, sondern auch die Lichtverteilung. So muss die Lampe für den Fahrer funktional sein, ohne andere Verkehrsteilnehmer unnötig zu beeinträchtigen oder zu blenden.
- Einheitliche internationale Anforderungen: ECE-R23 sorgt für eine harmonisierte Typenzulassung in Ländern, die UNECE-Vorschriften anwenden. Dadurch können Hersteller und Fahrzeugbauer mit einem einzigen technischen Rahmen für zugelassene Rückfahrlichter arbeiten.
- Korrekte Kennzeichnung und Zulassung: Ein zugelassener Rückfahrscheinwerfer ist an der entsprechenden Zulassungskennzeichnung zu erkennen. Bei Rückfahrscheinwerfern wird dafür die Funktionsbezeichnung AR verwendet.
- Praktische Sicherheit in Fahrzeuganwendungen: In der Praxis hilft die ECE-R23 dabei, nur solche Beleuchtung einzusetzen, die technisch als Rückfahrscheinwerfer oder Manövrierscheinwerfer geeignet sind. Dies ist besonders im Bereich der Lkw, Auflieger und Aufbauten von Bedeutung, wo Zuverlässigkeit, Sichtbarkeit und Konformität zusammenkommen.
Kurz zusammengefasst: ECE-R23 ist die technische Vorschriften für Rückfahrscheinwerfer und Manövrierleuchten. Für den endgültigen Einbau in das Fahrzeug müssen darüber hinaus auch die Anforderungen an die Montage und Installation gemäß UNECE R48 berücksichtigt werden.
Was ist der aktuelle Stand der ECE R23?
Die aktuelle konsolidierte Fassung ist die Revision 5 der UN-Regelung Nr. 23. Diese Regelung beschreibt die technischen Anforderungen für Rückfahrscheinwerfer und Manövrierscheinwerfer, wie Lichtleistung, Lichtverteilung und Genehmigungszeichen.
In der moderneren Struktur der UNECE-Beleuchtungsvorschriften wurden viele separate Lampenvorschriften in der UN-Regelung 148 zusammengefasst, die verschiedene Lichtsignalfunktionen, einschließlich des Rückfahrscheinwerfers, umfasst.
Das bedeutet, dass neue Typenzulassungen für Lichtsignalanlagen jetzt häufig im Rahmen der R148-Struktur erteilt werden. Für bestehende Typenzulassungen und für Produkte, die auf der Grundlage dieser Regelung entwickelt oder zertifiziert wurden, gilt jedoch weiterhin die ECE R23. Daher wird die ECE R23 auch im Jahr 2026 noch eine wichtige Referenz im Bereich der Fahrzeugbeleuchtung sein.
Rückfahrlicht LED
Wir bei TRALERT® wissen, wie wichtig zuverlässige und korrekt eingesetzte Rückfahrlichter sind. Bei LED-Rückfahrscheinwerfern ist nicht nur die Lichtleistung wichtig, sondern auch die korrekte Zulassung, Kennzeichnung und Anwendbarkeit innerhalb des Fahrzeugtyps. Daher ist es bei der Auswahl immer wichtig zu prüfen, ob eine Lampe als Rückfahrscheinwerfer im Rahmen der einschlägigen UNECE-Vorschriften geeignet ist.
Bitte beachten Sie: Die Typgenehmigung einer Leuchte und die Fahrzeuganwendung sind nicht dasselbe. Eine Lampe kann zwar technisch zugelassen sein, muss jedoch am Fahrzeug auch korrekt gemäß den Einbauvorschriften der UNECE R48 montiert werden. Dabei sind unter anderem das Vorhandensein, die Anzahl und die Positionierung der Rückfahrscheinwerfer je nach Fahrzeugklasse zu beachten. Bei Kraftfahrzeugen und Aufliegern der Klassen O2, O3 und O4 ist ein Rückfahrscheinwerfer vorgeschrieben; bei Aufliegern der Klasse O1 ist er optional. Weitere Hintergrundinformationen zur Montage und Verkabelung finden Sie auch in unserem Artikel zur Anhängerbeleuchtung.
ECE R148 als Nachfolger der ECE R23: was ist das genau?
ECE R23 ist die klassische UNECE-Regelung für Rückfahrscheinwerfer. Diese Norm legt die technischen Anforderungen unter anderem für Lichtleistung, Lichtverteilung und Zulassungskennzeichnung von Rückfahrlichtern fest.
In der moderneren Struktur der UNECE-Beleuchtungsvorschriften sind mehrere einzelne Lampensteuerungen zusammengeführt worden. Dabei wurden die Funktionen von Lichtsignalgebern, einschließlich Rückfahrscheinwerfern, in die ECE R148 aufgenommen.
Dennoch bleibt die ECE R23 in der Praxis weiterhin relevant. Viele bestehende Typenzulassungen beziehen sich nach wie vor auf die R23, und auch in technischen Unterlagen und Produktinformationen wird diese Regelung regelmäßig erwähnt. Daher wird in der Industrie oft noch auf die ECE R23 verwiesen, wenn es um Anforderungen an Rückfahrlichter geht.
Viele der auf dem Markt befindlichen Lampen waren einst nach ECE R23 zugelassen. UNECE-Regelungen funktionieren nach dem Prinzip, dass bestehende Typenzulassungen so lange gültig bleiben, wie die Regelung existiert. Indem die Regelung beibehalten wird, bleibt auch der rechtliche Rahmen für diese Zulassungen klar.
Die UNECE hat mit R148 und R149 eine vereinfachte Struktur für die Fahrzeugbeleuchtung eingeführt. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle älteren Vorschriften sofort verschwinden. In der Praxis bleiben sie oft noch lange Zeit für bestehende Genehmigungen und Unterlagen in Kraft.
Häufig gestellte Fragen zur ECE R23
Was bedeutet ECE R23?
Die ECE R23 ist eine UNECE-Regelung, die die technischen Anforderungen für Rückfahrscheinwerfer und Rangierleuchten an Fahrzeugen und Aufliegern definiert. Die Norm legt unter anderem die Lichtleistung, die Lichtverteilung, die Zulassungskennzeichnung und die Prüfverfahren für diese Lampen fest.
Ist ein Rückfahrscheinwerfer an einem Anhänger vorgeschrieben?
Nach der UNECE R48 ist ein Rückfahrscheinwerfer für Auflieger der Kategorien O2, O3 und O4 vorgeschrieben. Für kleine Anhänger der Kategorie O1 ist ein Rückfahrscheinwerfer optional. Die genauen Platzierungs- und Montage-Anforderungen finden Sie in den Installationsvorschriften der R48.
Woran erkennen Sie eine ECE R23-geprüfte Lampe?
Einen ECE R23-geprüften Rückfahrscheinwerfer erkennen Sie an dem E-Prüfzeichen mit Funktionskennzeichnung AR auf der Linse oder dem Gehäuse der Lampe. Diese Kennzeichnung zeigt an, dass die Lampe der UNECE Typenzulassung für Rückfahrlichter entspricht.
Was ist der Unterschied zwischen ECE R23 und ECE R148?
Die ECE R23 ist die traditionelle Regelung für Rückfahrscheinwerfer. Modernere Vorschriften fassen viele Lichtsignalfunktionen, einschließlich Rückfahrscheinwerfer, in der UNECE R148 zusammen. Die R23 bleibt jedoch für bestehende Zulassungen und Ersatzteile relevant.
Was ist der Unterschied zwischen Lampenzulassung und Fahrzeugmontage?
Bei der Leuchtenzulassung geht es um die technischen Eigenschaften der Lampe selbst, wie Lichtbild, Leistung und Kennzeichnung. Bei der Fahrzeugmontage geht es um die Frage, ob die Lampe an diesem bestimmten Fahrzeug an der richtigen Stelle, in der richtigen Anzahl und gemäß den geltenden Vorschriften angebracht ist. Daher müssen ECE R23 und UNECE R48 stets im Zusammenhang betrachtet werden.
Ist die ECE R149 der Nachfolger der ECE R23?
Nein, für Rückfahrscheinwerfer ist dies die UNECE R148, die Lichtsignalfunktionen wie den Rückfahrscheinwerfer beinhaltet.
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Autor
Kevin van Mierlo
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